LH-Mimetikum für Testosteron & Fruchtbarkeit
hCG ahmt das Hormon LH nach und regt die körpereigene Testosteron- bzw. Progesteronbildung an, das Ziel ist Fruchtbarkeitsbehandlung (Auslösen des Eisprungs), männlicher Hypogonadismus oder der Erhalt der Hodenfunktion während einer Testosterontherapie. Gut belegte, etablierte Anwendung.
Bindet LH/CG-Rezeptor (LHCGR) auf Leydig-Zellen (Männer) und Theka-/Corpus-luteum-Zellen (Frauen) → Testosteron-/Progesteron-Produktion.
UAW Häufigste: Injektionsstellenschmerz, Fatigue, Kopfschmerz, Stimmungsveränderungen, Brustspannen. Schwerwiegend: OHSS (kann lebensbedrohlich sein), thromboembolische Ereignisse, Ovarialtorsion. Gynäkomastie bei Männern bei prolongierter Anwendung möglich
Historischer 'HCG-Diät'-Missbrauch (Simeons-Protokoll), wiederholt widerlegt; GV durch Kalorienrestriktion, nicht HCG. Bei Männern: off-label zur Hodenfunktionserhaltung während TRT.
Jahrzehnte klinischer Anwendung; gut etablierte Wirksamkeit für Ovulationsinduktion und männlichen Hypogonadismus. Stark etablierter IVF-Trigger (partiell durch Kisspeptin ersetzt bei OHSS-Risiko).
Inhalte dienen der Wissensvermittlung und ersetzen keine medizinische Beratung oder Dosierempfehlung.